Brent Meeke

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Meeke-gegen-Landshut-23.01
Meeke-vorm-Tor

Portrait von Okt. 1980

Als Deutscher wäre er aus der Nationalmannschaft nicht wegzudenken. Da er aber Kanadier ist, kann er für sich nur in Anspruch nehmen, einer der besten Verteidiger der Bundesliga zu sein. Die Rede ist von Brent Meeke, dem 28jährigen Verteidiger des MERC. Am 4. April 1952 in Toronto geboren, stand er schon mit drei Jahren auf den Schlittschuhen. Als einziges Kind war es selbstverständlich, das er die sportliche Tradition der Familie fortsetzen sollte. Huldigte sein Vater sozusagen als Freizeitsportler dem kanadischen Nationalspiel Lagrosse, so hatte Großvater Meeke, was den sportlichen Ruhm betrifft, schon mehr vorzuweisen. Er war irischer Landesmeister im Boxen. Und da dem

Portait aus dem Meisterschafts Buch von 1980

Brent Meeke ist der Mann, der mit gediegener Erfahrung zum MERC stieß. Mit zwanzig Jahren startete der 1952 geborene Verteidiger mit dem Team California in der NHL. Dreimal durfte er spielen, das sah in der nächsten Saison schon ganz anders aus, als er in der Western Hockey League 62mal den Schläger für Phoenix schwang. Ab der Spielzeit 1973/74 wechselte Meeke in Regelmäßigkeit zwischen California und Salt Lake City, erst 1976 schimpfte er mal wieder in ein anderes Trikot, das von Cleveland. Bevor er zum Sprung über den großen Teich ansetzte, stand er allerdings wieder in Diensten von Salt Lake City.  Gar viele Schlachten hatte der Brent also schon geschlagen, ehe es ihn reizte, die Gefilde zu wechseln, das mag mit auch ein Grund dafür sein, daß er zu denjenigen in der Mannschaft gehört, von denen sich andere auch schon mal zusätzlich motivieren lassen. In kritischen Situationen feuert er die Kameraden an, macht sie so munter, wie es eben geht, ist aber auch selbst einer derjenigen, die kaum Schonzeit kennen, zuviel Last liegt auf Meekes Schultern. Früh erkennt er die Gefahr, die dem eigenen Gehäuse droht, ganz selten erlebt man diesen Defensiv-Spieler, der mitunter wie eine Art Libero fungiert, ratlos. Generell bestimmt die Routine seine Aktionen, das wirkt beruhigend auf seine Umgebung, gebietet dem Gegner Respekt. Meeke ist kein Mann des großen Freudentaumels, er genießt die großen Stunden auf dem Eis mehr in sich hinein, er hat viel dazu beigetragen, daß es sie gibt.

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Meeke-und-Andruff
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jungen Brent weder das eine noch das andere zusagte, ließ er es beim Eishockey bewenden. Mit fünf Jahren kam er in die Vereinsmannschaft von Toronto –beim MERC wäre dies die Bambini Mannschaft- spielte mit sieben Jahren im Fanstina-Team und kam mit zwölf zu den Junioren von Toronto. Mit dreizehn wechselte der Nachwuchsstürmer zu den Junioren von Niagara Falls, wo er auch zur Schule ging. Lächelnd erinnert sich Brent Meeke daran, das er mit 17 schon „Profi“ war. Fünf Dollar pro Woche (!) sowie freie Kost und Unterkunft erhielt er im 70 Kilometer entfernten Leistungszentrum, wo er bei einer 80jährigen Frau untergebracht war. Mit 20 Jahren war er dann ein echter Profi und kam zu Kalifornia, wo schon 114 Spieler vor ihm auf der Warteliste standen und auf die Berufung warteten. So wurde er zum Verteidiger umfunktioniert und in die NHL nach Clevelandausgeliehen. Nachdem es dort Vertragsprobleme gab kümmerte

sich Ed Reigle, seinerzeit Trainer des EV Landshut, um das hoffnungsvolle Talent. Da man sich in Landshut mit dem Vertrag zu viel Zeit ließ, landete Brent Meeke 1978 beim Mannheimer ERC, wo er sich in der Zwischenzeit nicht nur im Eisstadion, sondern auch an seinem Wohnort Schwetzingen viele deutsche Freunde geschaffen hat. Seit sieben Jahren ist Brent verheiratet, hat eine Tochter sowie einen 5jährigen Sohn und muß sich – was seine deutschen Sprachkenntnisse betrifft – viel auf seine Frau verlassen, die in der Schule fünf Jahre Deutsch

gelernt hatte

Die Hobbys des technisch versierten und schußtarken Verteidigers sind schnell auf einen Nenner gebracht: Familie und natürlich die Kinder , Golf und das Squash-Spiel. Außerdem ist Brent Meeke überzeugter Mormone und besucht täglich morgens um sechs Uhr die Kirche.                 In „Germany“ und speziell in Mannheimfühlt sich Brent Meeke sehr wohl. Schon deshalb weil er im Vorsitzenden Helmut Müller einen Mann sieht zu dem er mit seinen Problemen – sofern es welche gibt – jederzeit kommen kann und der ihm als Präsident mit Rat und Tat zur Seite steht.

Zwischen den Kanadischen oder amerikanischen und dem bundesdeutschen Eishockey sieht er einen wesentlichen Unterschied. Währent in Übersee zuviel geschlagen wird, verfügt seiner Meinung nach die Bundesliga über technische Vorteile. Dies trifft nach seinen Erfahrungen vor allem auf die Verteidiger zu, die in Deutschland „mehr mit den Kopf als mit Kraft“ spielen. Und das liegt Brent Meeke.

Wer seine Alleingänge und seinen Offensivdrang kennt kann verstehen, das er bis zu seinem 20. Lebensjahr als Stürmer spielte. Das er vor Jahresfrist in der Affäre Schloder ins Gerede kam, tut ihm heute noch leid. Ihm aber bei der bedauerlichen Verletzung des Landshuters Absicht zu unterstellen, weist Brent Meeke weit von sich. Diese Einstellung verbietet ihm schon sein Glaube. Abgesehen davon, das er sich

überhaupt nicht vorstellen kann, das ein Spieler den Gegner vorsätzlich verletzen könnte. Er weiß,

Was seine Zukunftspläne betrifft, so möchte er gerne in Mannheim, das er „spitze“ findet ,bleiben. Und mit dem MERC noch möglichst viele Meisterschaften erringen. Das Brent Meeke auch meint was er sagt, kann man den sympathischen und offenen Sportler, der weder raucht noch trinkt, ruhig abnehmen.

das Eishockey kein Sport für Zartbesaitete ist, und das der, der austeilt auch einstecken muß. Dies darf seiner Meinung nach aber nie die Grenzen des Erlaubten überschreiten.

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