Einst war er gefürchtet wie die Pest. Auf den deutschen Eisbahnen galt er als Raufbold und Sünder, 1958 sperrte ihn der Eishockey Verband auf Lebenszeit. Lorenz hatte am 1 März beim 2:5 gegen Rießersee, den Schiedsrichter Klopfer tätlich angegriffen. Doch die „Lebenslänglichen“ der deutschen Sportgerichtsbarkeit- sie kommen alle wieder. Aus Lebenslänglich wurde ein Jahr Sperre.

In der Saison 1949-50 begann Werner Lorenz in der Jugendmannschaft des MERC seine Eishockey Karriere, trainiert damals von Fritz Bauer, dem späteren 1. Vorsitzenden. Am 12.01..1953, er war gerade sechzehn Jahre alt geworden, bestritt er sein erstes Spiel neben Kartak und Schneiders, Scheifel, Menges und Lehr, in der 1. Mannschaft des MERC, ein Freundschaftsspiel gegen IHC University Oxford / Cambridge. Leider verlor man dieses Spiel mit 4:8, Lorenz wurde nicht als Verteidiger sondern als Stürmer eingesetzt.

Nicht weniger als fünfzehn Jahre, bis in das Jahr 1968, kämpfte er für seinen MERC und bestritt 550 Ligaspiele, was für die damalige Zeit sehr viel war. Seine beste Saison war ohne Zweifel das Jahr 1963.                  Lorenz wurde zu 4 B-Länderspiele geladen, aber der wohlverdiente Sprung ins A-Team verhinderte eine längere Sperre.

Mit dem MERC schaffte er in diesem Jahr unter Trainer Lorne Trottier einen sehr guten dritten Platz bei der Deutschen Meisterschaft, ebenso im Jahr 1965 unter Frank Trottier.    In dieser Zeit gehörte er zweifellos zu den besten deutschen Verteidigern nach Paul Ambros. Werner Lorenz hatte nicht weniger als 12 Trainer in Mannheim, darunter so bekannte Namen wie Toni Kartak, Erich Konecky, Hal Scholey, Kurt Sepp und Sonny Rost.

Mit dem MERC erlebte er in den fünfzehn Jahren seiner bewegten Karriere, die er den Mannheimern treu blieb, einen regelmässigen Auf und Abstieg. Dabei zeichnete er sich nicht nur als knallharter Verteidiger, sondern auch als Torschütze aus. So war er Anfang der sechziger Jahre einmal mit 38 Treffern Torschützen König.

Im Jahre 1968 beendete „Patschek“ Lorenz mit 31 Jahren seine Karriere als Eishockey Spieler.

Patschek ist nicht der Grösste, wie es in Schlachtgesängen im Stadion oft behauptet wird. Aber er ist ein Original. Und zwar ein höchst originelles.

Heute ist Werner Lorenz immer noch mit dem MERC verbunden. Er ist im Vorstand

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Werner Patschek Lorenz

und hat das Amt des 1.Vorsitzenden übernommen.

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